Es ist Zeit für uns einmal wieder auf Zeitreise zu gehen. Unser Weg führt uns heute 100 Jahre zurück in das Jahr 1926. Am 1. Februar 1926 endete die Besatzungszeit mit dem Abzug des belgischen Militärs. „Viersen ist frei“ notierte am 1. Februar der Redakteur der Vereinigten Dreistädte-Zeitung im Lokalteil. Auf dem Titelblatt der Zeitung stand „Freude und Jubel im rheinischen Land“. Die Leser der Viersener Zeitung lasen beim Frühstück auf der Titelseite die Überschrift „Der Ernst der Stunde.“ „Wir sind frei“. Schriftliche Grüße und Glückwünsche an die bislang besetzten Gebiete kamen von Reichspräsident Paul von Hindenburg und Reichskanzler Hans Luther und wurde vom Präsidenten der Rheinprovinz übermittelt. In ganz Viersen erschallten die Glocken. Mit einer Festsitzung der Stadtverordneten und einem anschließenden begeisterten Fackelzug wurde das Ereignis von den meisten Viersenerinnen und Viersenern gefeiert.

Für den Abend luden die MGV Liedertafel zu Viersen, der Quartettverein Viersen und die Militärische Vereinigung zu einer Kundgebung und einem Festzug ein. Getroffen wurde sich dazu „auf dem Turnplatz an der Viersener Festhalle.“
In der Stadtverordneten versammlung am Morgen machte Bürgermeister Gilles die folgende Ankündigung:“Ein dauerndes Denkmal an diesen Tag soll unsere neue große Autoumgehungsstraße sein. Sie soll von nun an „Freiheitsstraße“ heißen und damit unseren Nachkommen der Tag ewig im Gedächtnis bleibe, den Zusatz „1. Februar 1926“ erhalten.
Die Freiheitsstraße erhielt daraufhin ihren Namen.
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