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Verein für Heimatpflege e.V. Viersen

Gegr. 1956

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Viersener Salon



13. Ausstellung im "Viersener Salon"
Viersen - Die Kulturstadt im Grenzland
Viersen schrieb Kulturgeschichte

-Europäische Musik- und Theaterprominenz nach 1945 zu Gast in der Festhalle

Kurator: Dr. Alexander Grönert
20. Mai bis 1. August 2021
Vorab muss kein Termin mehr vereinbart werden..
Es ist kein negativer Test notwendig. Voll geimpfte bzw. genesene Besucher brauchen den ohnehin nicht mehr.
Das tragen einer medizinischen Maske ist jedoch weiterhin notwendig.

Die Geschichte der goldenen Jahre der Festhalle beginnt 1945, nach den Bombenangriffen auf Viersen. Zerstörung und Wiederaufbau sind das vorrangige Thema, was wir mit erschütternden Bildern der zerstörten Hauptstraße, dem Abtransport der Trümmer durch Loren zum Hohen Busch und dem Wiederaufbau dokumentieren. Aber es bestand unter den Viersener Parteien ein Konsens, dass trotz oder gerade wegen der existentiellen Versorgungsnot Kunst und Kultur im selben Maße gefördert werden müssten, was beispielsweise mit dem Slogan "Die Kulturstadt im Grenzland" verbunden wurde. Ein "Zeitstrahl" für die Zeit von 1945-1964 verdeutlicht das. Die Baugeschichte der 1913 erbauten Festhalle kann man nachvollziehen an Hand des Architekten-Wettbewerbs, des endgültigen Entwurfs von Stadtbaurat Frielingsdorff, der Schwierigkeiten der Finanzierung trotz der Spende des Kommerzienrats und der feierliche Eröffnung mit dem "Lied von der Glocke". Porträts der Gäste der Festhalle werden gezeigt wie von Deutsch, Flickenschildt, Gründgens, Nakamura, Weisgerber, Beecham, Rothenberger und Sawallisch. Aufführungen der verschiedenen Theater, Opern und Ballett-Kompanien werden im Bild gezeigt. Zu hören ist die Festhallenorgel dank einer Cassette von Willi Beste mit dem Foto des Lager-Schuppens, in dem die abgebaute Festhallenorgel lagerte, unter dem Titel "Hier friert eine Orgel". Zu Künstlern wie Furtwängler, Celibidache, Tilla Durieux und Gründgens haben wir vom Deutschlandfunk hörbare Kalenderblätter ausgeliehen, die deren Leben schildern. Ein holzgeschnitzter Wegweiser führt zum Aquarium, das in der Festhalle untergebracht war. Marcel Marceau hat sich im Gästebuch der Festhalle mit einer tollen Zeichnung verewigt.

In der Zeit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg, den "goldenen Jahren" der Viersener Festhalle, war auf deren Bühne die europäische Prominenz der Orchester, Dirigenten, Kammermusiker, Schauspieler und Regisseure zu Gast.

Die Ausstellung widmet sich der Frage, wie es dazu kam und welche Voraussetzungen dazu geführt haben, dass Orchester wie die Berliner Philharmoniker und das Royal Philharmonic Orchestra London sowie herausragende Künstlerinnen und Künstler wie Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Ferenc Fricsay, Sir Thomas Beecham, Monique Haas, Hermann Prey, Gustaf Gründgens, Karl Stroux, Ernst Deutsch, Will Quadflieg, Tilla Durieux oder Maria Wimmer damals in der Viersener Festhalle auftraten. Sie ruft die Situation in der zerstörten Stadt in Erinnerung und beschreibt, unter welchen Umständen nach dem 2. Weltkrieg die ersten kulturellen Initiativen zu Stande kamen.

Dass nur zwei Jahre nach Kriegsende in Viersen kulturelle Veranstaltungen von internationalem Format stattfinden konnten - seit 1949 waren regelmäßig Gustaf Gründgens und die Städtischen Bühnen Düsseldorf zu Gast -, war zunächst dem Umstand zu verdanken, dass die Viersener Festhalle in Deutschland zu den wenigen Hallen gehörte, die im Krieg nahezu unbeschädigt geblieben waren. Darüber hinaus verfügte sie über eine damals weltweit anerkannte Akustik. Unabdingbare Voraussetzung für die großartige kulturelle Leistung, die damals vollbracht wurde, war jedoch auch, dass in der Stadt trotz oder vielleicht gerade wegen der existentiellen Versorgungsnot ein äußerst seltener und bemerkenswerter Konsens darin bestand, nicht nur den Wiederaufbau der Infrastruktur und der Wirtschaft voranzubringen, sondern auch Kunst und Kultur zu fördern.

Alle Veranstaltungen, gleich ob Sinfonie- oder Kammerkonzerte, Schauspiel und Musiktheater, stießen in der Bevölkerung auf ein großes Echo. Die Ausstellung stellt die Programme der Veranstaltungen und die Künstlerinnen und Künstler vor, die von 1947 bis in die frühen 1960er Jahre in der Festhalle zu erleben waren. Sie widmet sich den Reaktionen der Presse auf diese Veranstaltungen und beleuchtet die kommunalpolitischen Hintergründe.

Absolutes Neuland wurde damals mit einem Vorverkauf betreten, der in Venlo eingerichtet wurde. Mit Erfolg: Bald fanden sich zahlreiche Besucher aus den Niederlanden ein, was bis heute Tradition hat und dazu beitrug, Viersens Ruf als "Die Kulturstadt im Grenzland" zu begründen.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Themenjahrs "Provinz - Provincie" des Kulturraums Niederrhein statt. Zur Ausstellung erscheint eine Neuauflage des Buchs "Viersen schrieb Kulturgeschichte. Europäische Musik- und Theaterprominenz nach 1945 in der Festhalle" von Gert Holtmeyer mit englischer Übersetzung.

Öffnungszeiten Ausstellung:
Donnerstag - Samstag: 15 - 18 Uhr
Sonntag und Feiertage: 11 - 18 Uhr
Eintritt frei
Der Zugang zum "Viersener Salon" ist inzwischen barrierefrei
Montag - Mittwoch ist reserviert für den Besuch von Schulklassen und privaten Gruppen nach Vereinbarung.
Anmeldung bei Ursula Klemm, Tel. 02162/17106, Email: ursula.klemm@gmx.de

Presseberichte
zur Ausstellung

Internetseite des Viersener Salons:
www.viersener-salon.de

Ausgaben der Edition Viersener Salon
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Presseberichte zu Ausstellungen im Viesener Salon
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Flyer zu Ausstellungen im Viesener Salon
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